Trauerbegleitung

Was ist Trauer?

 

Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, erfahren wir eine natürliche Zeit der Trauer.

Trauer muss gelebt und verstanden werden, damit das Leben sich weiter entwickeln kann. Durchlebte und bewusste Trauer öffnet unsere Herzen und lässt uns die Bedeutung unseres Lebens und die Tatsache der Vergänglichkeit verstehen und annehmen. Trauer lässt Mitgefühl für alles menschliche Leiden entstehen und macht uns reif für ein wirklich menschliches Dasein.

 

Unter Trauer sind die psychischen Reaktionen zu verstehen, die nach dem Verlust eines nahe stehenden Menschen durch dessen Tod auftreten können. Trauer ist keine Krankheit, sondern eine lebenswichtige Reaktion. Sie gehört zum Leben und zur Abschiednahme. Trauer ist ein Teil der Verarbeitung eines Verlusts.

 

Sie wird von jedem individuell erlebt. Der Trauer muss Raum und Zeit gegeben werden. Verdrängte Trauer kann Depressionen, Resignation oder psychosomatische Beschwerden hervorrufen. Trauer äußert sich in Form von körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen, die von den Einstellungen des Einzelnen zum Tod abhängen, aber auch von der Einstellung der Gesellschaft zum Umgang mit Tod und Trauer beeinflusst werden.

Was Trauernde und deren Mitmenschen beherzigen sollten

 

Trauen Sie Ihrer Trauer!

Lassen Sie Ihre Trauer mit allen Gefühlsschwankungen, Ängsten und Sorgen zu. Leben Sie nicht nach den Erwartungen anderer. Akzeptieren Sie Ihre widersprüchlichen Gefühle, die Sie häufig überfallen und Sie manchmal auf andere eigenartig und unentschlossen wirken lassen.

 

Seien Sie mit sich barmherzig!

Verzweiflung und Wut auf Menschen, Situationen, das Leben und Gott werden Sie begleiten. Haben Sie Geduld, verurteilen Sie sich nicht, sondern seien Sie barmherzig mit sich. Gestehen Sie sich ein, dass Sie in der Trauer unendlich unglücklich sind.

 

Machen Sie sich keine Vorwürfe, sondern entdecken Sie in Ihrem Verlust das Einmalige, das Ihnen verloren gegangen ist. Geben Sie sich Zeit, mit dieser Situation fertig zu werden.

 

Trösten Sie sich!

Oft überkommen Sie Selbstzweifel und Schuldgefühle, nicht alles getan zu haben, was man hätte tun können. Dann seien Sie gut zu sich und denken Sie daran, was Sie dem Verstorbenen an Liebe gegeben haben, dass Sie keine Schuld am Tod des geliebten Menschen trifft. Wenn Sie Ärzten, Krankenschwestern, Bestattern oder Freunden Schuld am erlittenen Verlust zuweisen, machen Sie sich klar, dass diese Verhaltensweise für Sie eine Art der Schmerzlinderung ist, dass Sie sich gegen den Verlust nicht anders wehren können, als immer wieder die Schuldfrage zu stellen.

 

Gehen Sie zu Menschen, denen Sie vertrauen. Haben Sie den Mut, sich begleiten zu lassen in Ihrer Trauer.

 

Leben Sie in Ihren Erinnerungen!

Suchen Sie nach Bildern der Erinnerung, die Ihnen bewusst machen, wie sehr Sie sich geliebt haben. Lassen Sie sich von diesen Bildern forttragen in eine Welt der erlebten Gemeinsamkeit und spüren Sie, was Sie benötigen, um wieder Trost zu finden

Zu den mit der Trauer verbundenen Gefühlen gehören Verlassenheit, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Beklemmung, Wut, Angst, Zorn und manchmal auch Erleichterung. Trauer kann sich jedoch auch körperlich auswirken, und zwar in Müdigkeit, Überempfindlichkeit gegen Lärm, Muskelschwäche, Magenschmerzen, Atemnot und Schüttelfrost. Zur Trauer gehören Tränen. Tränen sind der Beginn des Trostes, sie machen uns frei zu neuem Handeln.

 

Wichtig für die Verarbeitung von Trauer ist es, dass der erlittene Verlust vergegenwärtigt und "verarbeitet" wird. Verzichten Sie deshalb nicht darauf, von Ihrem Verstorbenen Abschied zu nehmen, berühren Sie ihn und nehmen Sie ihn ein letztes Mal in den Arm.

 

 

Wir helfen Ihnen dabei. Wir sorgen dafür, dass der Verstorbene hygienisch behandelt wird, dass Sie im Trauerhaus oder auch auf dem Friedhof den Verstorbenen noch einmal sehen und Zwiesprachen mit ihm halten können.

Haben Sie den Mut, Ihre Trauer ganz zu erleben. Weinen Sie, wenn Sie weinen möchten. Lachen Sie, wenn Ihnen zum Lachen zumute ist, und schweigen Sie, wenn Ihnen die Worte fehlen. Erzählen Sie anderen von Ihren Erinnerungen. Denn dadurch werden Sie durch die Trauer getragen. Versuchen Sie aber zu vermeiden, die Vergangenheit nur im Glanze erscheinen zu lassen. Denn dann verkehrt sich das Leben in eine Scheinwelt.

 

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber mildert sie ab, wenn Sie sich genügend Zeit lassen zu trauern. Machen Sie sich selbst und anderen nichts vor. Erst wenn Sie die Trauer mit allen Gefühlsschwankungen, Enttäuschungen und Hoffnungen durchlitten und durchlebt haben, werden Sie die Narben spüren, die Trauer und Verlust hinterlassen. Aber die Wunde wird nicht mehr offen sein, und man wird Sie nicht mehr schutzlos antreffen.

 

Keine Angst vor der Trauer anderer!

 

Setzen Sie sich nicht unter Druck, wie Sie Ihre Anteilnahme am besten ausdrücken sollen. Zeigen Sie Ihr Mitgefühl ganz einfach durch symbolisches Handeln: Umarmung, Weinen, Blumen, Nachfragen, Helfen. Wechseln Sie nicht die Straßenseite und schließen Sie nicht die Tür, wenn eine betroffene Person an Ihrer Wohnung vorbeigeht. Ein liebevolles Nicken, eine echte Nachfrage hilft dem Trauernden und gibt ihm das Gefühl, nicht isoliert zu sein.

 

Hören Sie zu und lassen Sie dem Trauernden seine Trauer!

 

Seien Sie ein aufmerksamer Zuhörer. Haben Sie Geduld. Berichtigen Sie den Trauernden nicht, sondern fühlen Sie mit, auch wenn Ihnen manches unverständlich oder nicht nachvollziehbar erscheint. Trauer ist ein Ausnahmezustand. Ihre Erfahrungen und Kommentare sind für den Betroffenen selten hilfreich. Besserwisser und Experten sind hier fehl am Platz. Wenn Sie einem Trauernden einen Gefallen tun können, tun Sie es. Denn der Alltag macht dem Trauernden Kummer.

Fehlt Ihnen in der Zeit des Abschieds von dem geliebten Menschen jemand, dem Sie Ihre Gefühle und Gedanken mitteilen können? Stürmen die alltäglichen Dinge wieder zu schnell auf Sie ein, ohne dass Sie die Möglichkeit haben, sich zu besinnen, über die wesentlichen Dinge insbesondere in diesem Moment nachzudenken?

Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um mit dieser neuen Situation umzugehen, Zeit, um Abschied zu nehmen.

Gern begleiten wir Sie in diesen schweren Stunden. Neben der Organisation der Behördengänge und Formalitäten stehen wir Ihnen auch für persönliche Gespräche zur Verfügung

 

Büsumer Bestattungsunternehmen - Böcker & Menzel

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